"Geschwister sind wir nicht – auch wenn wir Ende 2022 gemeinsam ins Tierheim gekommen sind. Seitdem haben wir bereits zweimal versucht, in ein neues Zuhause zu ziehen. Leider hat es beide Male nicht ganz gepasst, sodass wir nun wieder im Tierheim gelandet sind. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass dieses Hin und Her für uns nicht leicht war. Im Moment sind wir deshalb etwas zurückhaltend und möchten zunächst lieber unsere Ruhe haben. Neue Situationen brauchen bei uns etwas mehr Zeit. Wir wünschen uns eine ruhige Familie mit Geduld und Einfühlungsvermögen, die unsere Bedürfnisse versteht und uns die Zeit gibt, Vertrauen aufzubauen. Wenn man uns diese Chance gibt, können wir bestimmt zeigen, dass auch in uns liebevolle Begleiter stecken. Ein stabiles Zuhause, in dem wir endlich ankommen dürfen, wäre für uns das größte Glück."
"Ich bin eine 10-jährige Katzendame, die sich ein gemütliches, liebevolles Zuhause wünscht. Lange Zeit habe ich auf der Straße gelebt. Eine nette Frau hat mich dort immer gefüttert – bis sie ins Altersheim ziehen musste. So kam ich ins Tierheim. Anfangs war alles für mich sehr ungewohnt, und ich brachte ein paar Baustellen mit : meine Zähne mussten gemacht werden (alles erledigt !), ich hatte Schnupfen und war so gestresst, dass ich fast nichts essen mochte, es gab Herzgeräusche, die sich zum Glück als unbedenklich herausgestellt haben, und ich habe eine alte Hornhautnarbe am Auge – die ist kosmetisch, bereitet mir aber keinerlei Probleme. Heute geht es mir wieder richtig gut. Ich fresse ordentlich, schnurre gern und genieße gemütliche Plätze. Jetzt bin ich bereit für mein eigenes Für-immer-Zuhause."
"Ich bin ein tapferer Kater, der direkt nach Ankunft im Tierheim eine Operation über sich ergehen lassen musste – meine Blasensteine wurden entfernt. Danach war ich natürlich etwas unleidlich, aber inzwischen zeige ich mich wieder freundlich und aufgeschlossen. Ich brauche regelmäßige Kontrollen, 1–2 Mal im Jahr, und Spezialfutter für Harnwege, um gesund zu bleiben. Wer möchte mir ein liebevolles Zuhause geben, in dem man auf meine Gesundheit achtet und mir trotzdem viel Zuneigung schenkt ?"
"Man hat mich gefunden – ganz allein draußen. Jetzt bin ich in Sicherheit und suche mein Für-immer-Zuhause. Am Anfang bin ich ein bisschen schüchtern, aber wenn ich merke, dass man es gut mit mir meint, taue ich langsam auf. Dann genieße ich ruhige Gesellschaft und sanfte Streicheleinheiten. In letzter Zeit musste ich schon einiges hinter mich bringen: Meine Zähne wurden behandelt und eine Zyste unter meinem Kinn wurde entfernt. Das habe ich tapfer gemeistert. Aktuell habe ich noch ein kleines gesundheitliches Thema: ein Horner-Symptom (mein drittes Augenlid ist sichtbar). Die Tierärzte sind dran, und es werden noch ein paar weitere Untersuchungen gemacht. Im besten Fall verschwindet das Ganze in den nächsten Wochen oder Monaten von selbst. Ein ruhiges Zuhause wäre für mich wahrscheinlich genau das Richtige."
"Wir sind ein unzertrennliches Katzen-Duo und gehören fest zusammen. Bisher haben wir in einem Haushalt mit mehreren Katzen gelebt. Leider hatten unsere Menschen irgendwann nicht mehr genug Zeit für uns, deshalb sind wir nun im Tierheim gelandet. Wir sind zwei sehr liebe, freundliche Katzen und geben uns gegenseitig viel Halt. Wir spielen zusammen, ruhen zusammen und fühlen uns einfach am wohlsten, wenn wir beieinander sind. Deshalb möchten wir unbedingt gemeinsam in ein neues Zuhause ziehen. Wer hat ein Herz für zwei verschmuste Freunde, die zusammen die Welt erkunden und ihr Zuhause mit Leben füllen möchten ?"
"Ich bin ein echter Wildling und habe mein bisheriges Leben ohne engen Kontakt zu Menschen verbracht. Seit einigen Monaten lebe ich nun im Tierheim. Am Anfang war mir alles unheimlich – da blieb mir nichts anderes übrig, als zu fauchen und zu spucken, um Abstand zu gewinnen. Inzwischen habe ich mich recht gut eingelebt. Leckerlis finde ich richtig spannend, sobald sie verteilt werden, bin ich sofort zur Stelle. Aber bitte erwartet nicht, mich anfassen zu dürfen – davor habe ich noch große Angst, und wenn jemand es versucht, flüchte ich sofort. Ich spiele gerne mit einer Schnur oder einem Ball. Für mich ist das ein Zeichen von Vertrauen und Neugier. Noch bin ich sehr vorsichtig, und ob oder wann ich mich streicheln lasse, wird die Zeit zeigen."
"Ich wurde als Baby ins Tierheim gebracht und mit drei Monaten vermittelt. Nun bin ich mit sieben Monaten zurück – scheinbar konnte ich mich nicht gut in meine vorherige Familie integrieren, besonders der Umgang mit einem vierjährigen Kind war für mich schwierig. Ich bin ein scheuer Kater und suche nun ein Zuhause, das besser zu mir passt : liebevoll, ruhig und ohne kleine Kinder, in dem ich die Aufmerksamkeit und Sicherheit bekomme, die ich brauche, um glücklich zu sein."
“Einfach eingefangen und ins Tierheim gebracht - so erging es mir. Beim ersten Tierarzttermin habe ich schon mal gezeigt, wer das Sagen hat. Mit den anderen scheuen Katzen hier habe ich aber schon Freundschaft geschlossen, und ehrlich gesagt, habe ich gar keine Eile, mein eigenes Reich zu bekommen. Das Tierheim ist nämlich gar nicht so schlecht – gutes Essen, nette Gesellschaft und immer ein kuscheliges Plätzchen zum Chillen. Wer es wagt, mich zu adoptieren, sollte Humor, Geduld und ein stabiles Nervenkostüm mitbringen. Für alle anderen : keine Sorge, ich mache es mir hier erst mal gemütlich."
"Wir waren mehrere, die sich zum täglichen Mittagessen - ohne Verpflichtungen - bei einer älteren Dame einfanden. Allerlei Leckeres wurde dort aufgetischt, daher standen wir immer pünktlich auf der Matte. Zu unserem grössten Bedauern zog die nette Lady ins Altersheim, sodass unsere Futterquelle von jetzt auf gleich versiegt war. Deswegen war es nicht schwer, uns alle einzusammeln und ins Asile zu bringen. Mittlerweile lebe ich schon einige Monate hier im Tierheim. Noch immer bin ich sehr, sehr, sehr vorsichtig und habe bisher leider nicht gelernt, Menschen ganz zu vertrauen. Anfassen lasse ich mich daher noch nicht – dafür brauche ich einfach mehr Zeit. Es gibt aber auch gute Nachrichten : Für leckere Snacks bin ich immer zu haben, und dabei traue ich mich sogar schon ein kleines Stück näher heran. Jetzt, wo es draußen kälter wird, suche ich außerdem häufiger den warmen Innenbereich des Tierheims auf – ein kleines Zeichen dafür, dass ich mich langsam etwas wohler fühle."
"Ich wurde in Gasperich gefunden. Mit Menschen habe ich bisher leider keine guten Erfahrungen gemacht, deshalb gehe ich lieber auf Nummer sicher : Sobald sich jemand nähert, setze ich meinen besten „Komm-mir-nicht-zu-nahe“-Blick auf, begleitet von einem tiefen Grummeln. Funktioniert super : Alle halten Abstand. Solange mir niemand zu nahe kommt, liege ich ganz stoisch da und beobachte alles aus sicherer Entfernung. Ob ich damit auf Dauer durchkomme ?"