"Ich bin eine 10-jährige Katzendame, die sich ein gemütliches, liebevolles Zuhause wünscht. Lange Zeit habe ich auf der Straße gelebt. Eine nette Frau hat mich dort immer gefüttert – bis sie ins Altersheim ziehen musste. So kam ich ins Tierheim. Anfangs war alles für mich sehr ungewohnt, und ich brachte ein paar Baustellen mit : meine Zähne mussten gemacht werden (alles erledigt !), ich hatte Schnupfen und war so gestresst, dass ich fast nichts essen mochte, es gab Herzgeräusche, die sich zum Glück als unbedenklich herausgestellt haben, und ich habe eine alte Hornhautnarbe am Auge – die ist kosmetisch, bereitet mir aber keinerlei Probleme. Heute geht es mir wieder richtig gut. Ich fresse ordentlich, schnurre gern und genieße gemütliche Plätze (gerne in der Nähe von Aline). Jetzt bin ich bereit für mein eigenes Für-immer-Zuhause."
"Wir sind die letzten von mehreren Kitten und suchen noch ein passendes Zuhause. Wir sind mittlerweile etwa 8 Monate alt. Ich, Pustel, bin noch recht scheu, zeige aber Fortschritte : ich spiele inzwischen neugierig, mag mich aber noch nicht anfassen lassen. Meine Mitbewohnerin Henrietta ist weiterhin sehr misstrauisch. Sie zieht sich überwiegend in die Höhle des Kratzbaums zurück, faucht und kratzt bei Annäherung und kommt nur hervor, wenn keine Menschen in der Nähe sind. Ich tue mein Bestes, sie aus ihrem Schneckenhaus zu locken - bislang allerdings mit eher mäßigem Erfolg. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Immerhin : wenigstens Leckerlis kann Henrietta nicht widerstehen. Wir suchen sehr geduldige, katzenerfahrene Menschen, die uns beiden Zeit geben und keine Erwartungen an schnelle Nähe oder Schmusebedürftigkeit haben. Ein ruhiges Umfeld ohne Kinder ist Voraussetzung, später auch unbedingt Freigang."
"Nahe der Grenze wurde ich aufgegriffen – begeistert war ich davon allerdings nicht. Und für euch Menschen kann ich mich bis heute noch nicht erwärmen. Ihr macht mir Angst, auch wenn ich inzwischen eigentlich wissen müsste, dass mir hier niemand etwas Böses will. Doch ich kann nun mal nicht aus meiner Haut und brauche viel Zeit, mich zu öffnen und kleine Schritte in Richtung Vertrauen zu machen. Mit Neuzugang Olivia bin ich schon warm geworden. Vielleicht ist sie mir ein Vorbild, wenn es darum geht, Menschen zu vertrauen."
"Leider musste ich mein Zuhause verlassen. Es heißt, ich sei nie richtig stubenrein gewesen und hätte mich mit kleinen Kindern und anderen Katzen schwergetan. Dass ich nicht stubenrein bin, stimmt so nicht, ich benutze das Katzenklo zuverlässig. Was mir im Moment aber noch sehr schwerfällt, ist Vertrauen. Das Tierheim ist für mich sehr beängstigend : fremde Geräusche, fremde Gerüche und kaum Ruhe. Wenn mir jemand zu nahe kommt, fauche oder grummle ich noch. Das ist mein Weg zu zeigen, dass ich Abstand brauche und mich unsicher fühle. Anfassen mag ich derzeit nicht, und mit anderen Katzen komme ich im Moment nicht zurecht. Am liebsten würde ich in einem ruhigen Zuhause als reine Wohnungskatze leben, wo ich mich sicher fühlen kann."
"Man schätzt mich auf etwa 10 Jahre. Gefunden wurde ich als Streuner, ich habe mich also lange alleine durchs Leben geschlagen. Das merkt man mir an : Ich bin keine Katze, die sofort schnurrend auf den Schoß springt. Momentan bin ich schnell gereizt und reagiere sensibel auf meine Umgebung. Gesundheitlich bringe ich ein paar Besonderheiten mit : Ich habe eine Schilddrüsenüberfunktion und brauche deshalb lebenslang täglich mein Medikament. Außerdem bin ich zahnlos, komme damit im Alltag aber gut zurecht. Da meine Nieren nicht mehr die jüngsten sind, könnte in Zukunft spezielles Nierenfutter nötig werden. Ich suche einen ruhigen Haushalt bei sehr katzenerfahrenen Menschen mit viel Geduld und realistischen Erwartungen, die sich auch von gesundheitlichen Baustellen nicht abschrecken lassen. Ob ich jemals eine Schmusekatze werde, liegt aktuell in weiter Ferne. Nähe kann – wenn überhaupt – langsam, leise und in kleinen Schritten entstehen. Vielleicht bedeutet sie für mich irgendwann einfach, ruhig in deiner Nähe zu sein. Mehr kann und möchte ich im Moment nicht versprechen."
"Ich wurde gemeinsam mit meinem Partner Heng ins Tierheim gebracht. Während er inzwischen kleine Fortschritte macht, bin ich selbst noch gar nicht so weit. Alles hier ist für mich noch sehr fremd und beängstigend. Menschen traue ich bisher überhaupt nicht – ich halte Abstand, verstecke mich viel und lasse keinerlei Annäherung zu. Im Moment beobachte ich lieber aus sicherer Entfernung und versuche, mich in meinem eigenen Tempo zurechtzufinden. Ob ich jemals Vertrauen fasse, wird sich zeigen."