"Wir sind die letzten von mehreren Kitten und suchen noch ein passendes Zuhause. Wir sind mittlerweile etwa 8 Monate alt. Ich, Pustel, bin noch recht scheu, zeige aber Fortschritte : ich spiele inzwischen neugierig, mag mich aber noch nicht anfassen lassen. Meine Mitbewohnerin Henrietta ist weiterhin sehr misstrauisch. Sie zieht sich überwiegend in die Höhle des Kratzbaums zurück, faucht und kratzt bei Annäherung und kommt nur hervor, wenn keine Menschen in der Nähe sind. Ich tue mein Bestes, sie aus ihrem Schneckenhaus zu locken - bislang allerdings mit eher mäßigem Erfolg. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Immerhin : wenigstens Leckerlis kann Henrietta nicht widerstehen. Wir suchen sehr geduldige, katzenerfahrene Menschen, die uns beiden Zeit geben und keine Erwartungen an schnelle Nähe oder Schmusebedürftigkeit haben. Ein ruhiges Umfeld ohne Kinder ist Voraussetzung, später auch unbedingt Freigang."
"Ich bin eine etwa siebenjährige Katzendame und wünsche mir ein liebevolles, ruhiges Zuhause. Fremden gegenüber bin ich zunächst vorsichtig und brauche etwas Zeit, um Vertrauen zu fassen – wer mir diese Geduld schenkt, wird mit einer sanften Gefährtin belohnt. Ob mein zukünftiges Zuhause reine Wohnungshaltung bietet oder mir später vielleicht auch Freigang ermöglichen kann, lasse ich ganz offen – wichtig ist für mich vor allem ein verständnisvolles Umfeld, in dem mir die Zeit gegeben wird, die ich brauche.“
Was für eine Leistung : Diese hübsche Katzendame hat 6 Babys großgezogen, die inzwischen alle erfolgreich vermittelt wurden. Nun wartet sie selbst auf ihr Glück. Sie ist aktuell noch etwas scheu und braucht Zeit, um Vertrauen zu fassen. Mit Geduld, Ruhe und liebevoller Zuwendung wird sie sicher lernen, dass Menschen ihr nichts Böses wollen. Sie braucht Menschen, die sie nicht bedrängen, sondern ihr die Zeit geben, die sie braucht, um in ihrem Tempo aufzutauen. Ein ruhiger Haushalt (ohne kleine Kinder und idealerweise mit Katzenerfahrung) wäre perfekt für sie. Späterer Freigang in ruhiger Umgebung wäre ideal.
"Ich komme aus dem Norden. Anfangs ständig auf Krawall gebürstet, durfte mir keiner zu nahe kommen. Der konnte was erleben ! Mittlerweile hat sich meine ablehnende Haltung deutlich gebessert. Um meinen guten Willen zu zeigen, suche ich immer öfter die Nähe zu meinen Pflegern. Aber Vorsicht : Eine Schmusekatze bin ich deshalb noch lange nicht. Meine gute Laune kann von einem Moment auf den anderen umschlagen, und ich fahre die Krallen aus. Mal abwarten, ob ich mein Temperament noch besser in den Griff bekomme."
"Wir waren mal neun, und ausser mir haben mittlerweile alle anderen ein individuelles Zuhause gefunden. Eigentlich waren wir über 30, denn jemand hat aus falsch verstandener Tierliebe viel zu viele von uns gehalten. Wahrscheinlich bekam ich daher nie genug Streicheleinheiten und bin euch Menschen gegenüber noch immer eher zurückhaltend. Eine Kuschelkatze bin ich also (noch ?) nicht. Ob ich es je werde ? Geduld und Einfühlungsvermögen sind bei mir gefragt, aber das ein oder andere Leckerli begünstigt bestimmt das Sich-näher-Kommen."
"Wir waren viel zu viele; gehalten aus falsch verstandener Tierliebe. Es hat Wochen gedauert, bis wir unsere Persönlichkeiten entfaltet haben. Vermutlich bekam ich in der Menge nicht allzuviele Kuscheleinheiten und so bin ich zurückhaltend, aber gar nicht aggressiv. Ich lasse mich behutsam anfassen - mit mir braucht ihr etwas (mehr) Geduld. Freilauf ist mir wichtig!"
"Mich haben sie beim Trafic in Bertrange eingefangen. Das war aber nicht das erste Mal. Vor wenigen Monaten kam ich nach Gasperich, wurde dort gechippt und sterilisiert und durfte zurück auf den Fressplatz in Strassen, weil ich für eine Vermittlung zu scheu war. Dort, wo ich nun eingefangen wurde, konnte ich nicht bleiben, weil sich niemand zum Füttern fand. Nun sitze ich mal hier im Trocknen, kann zur Ruhe kommen und dann schaun wir mal, wohin die Reise führt/bzw wie sich mein zukünftiges Zuhause gestalten soll. Im Moment mache ich 'nur' einen verschreckten Eindruck und zeige keinerlei Aggressivität."
"Irgendwann bin ich mal mit meinem Nachwuchs aufgetaucht.. (jaa, ich bin als Teenie schon zur Mama geworden)...'die müssen weg, die Katzen!'... Meine Halbwüchsigen haben schnell ein Daheim gefunden, aber mich wollte niemand aufnehmen, denn ich möchte nicht, dass Ihr mir zu Nahe kommt! Meine Zukunft sehe ich eher in einem Stall bei gemeinsamem Mäusefangen."
"Anfassen lasse ich mich nicht. Allerdings findet Ihr mich zumeist entspannt um Innenbereich. Das deutet drauf hin, dass ich 'verwildert' bin - also bei Menschen aufgewachsen. Ich war wohl als Mini mal zutraulich. Mit dem entsprechenden Feingefühl wird das auch wieder so!"
"Ausziehen aus meinen früheren Daheim musste ich, weil sich 'meine' Menschen getrennt haben und keine Zeit mehr für mich blieb. Anfänglich bin ich etwas zurückhaltend. Manchmal habe ich vom Auslauf profitiert, aber nicht allzu häufig, ein gesicherter Balkon oder àhnliches würde mir schon reichen. Ich bin doch recht verschreckt und brauche verständige Menschen, die mich nicht bedrängen. Wenn ich mich eingelebt habe, blühe ich in einer mir dann bekannten Umgebung wieder auf."